Nachhaltige Verpackungen für Lebensmittel: Ein Leitfaden für erfolgreiches Design

Immer mehr Verbraucher achten beim Kauf von Produkten auf Nachhaltigkeit und richten auch ihr eigenes Konsumverhalten danach aus. Statt das in billigem Plastik verpackte Produkt landet mittlerweile eher das Produkt mit der “grünen” Verpackung im Einkaufswagen.

Doch gerade, wenn es um die nachhaltige Verpackung für Lebensmittel geht, stehen Unternehmen vor einigen großen Herausforderungen. Oft scheitert es den Herstellern nämlich nicht am Willen umweltfreundliche Verpackungsalternativen einzusetzen, sondern an der Schwierigkeit der Umsetzung.

Welche Schwierigkeiten das sind und wie Sie diese bewältigen, zeigen wir Ihnen in diesem Leitfaden.

Nachhaltige Verpackungen für die Umwelt – und den Umsatz

Riesige Müllinseln in den Ozeanen, verendete Meerestiere mit massenweise Plastik im Bauch und Fotos von süßen Robben, die sich in Kunststoffverpackungen verheddert haben – diese Bilder haben sich mittlerweile in die Köpfe vieler Verbraucherinnen und Verbraucher eingebrannt. Viele sind sich einig, dass vor allem Unternehmen in der Verantwortung stehen, sich für eine bessere und saubere Umwelt einzusetzen. Das spiegelt sich auch im Einkaufsverhalten wider. Bei mehr als der Hälfte der Deutschen hat das Thema Nachhaltigkeit einen entscheidenden Einfluss auf die Kaufentscheidungen im Supermarkt. Über ¾ der Konsumenten und Konsumentinnen, die auf Nachhaltigkeit bei ihrem Einkauf achten, sind sogar bereit deutlich mehr für Lebensmittel auszugeben, die nachhaltig sind.

Kurz gesagt: Menschen wollen nicht mehr nur sich selbst und ihrer Familie, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun.

Unternehmen, die diesen Wunsch nach mehr Umweltbewusstsein und nachhaltigen Produkten ernstnehmen, können langfristig von einer umweltfreundlichen Produkt- und Vermarktungsstrategie profitieren. “Grüne” Produkte und Verpackungen können die Art, wie Verbraucher und Verbraucherinnen Ihre Marke wahrnehmen, grundlegend positiv verändern.

Anforderungen an nachhaltige Lebensmittelverpackungen 

Es gibt wohl kein Material, welches so dicht in Berührung mit Ihren Lebensmitteln kommt, wie die Produktverpackung. Diese hat primär die Aufgabe, Ihr Produkt vor Verunreinigungen von außen zu schützen und die Ware lange frisch zu halten. Denken Sie jedoch daran, dass Sie bei der Konzeption Ihrer nachhaltigen Lebensmittelverpackung viele unterschiedliche Interessengruppen berücksichtigen müssen. 

Ihre Kunden wollen eine ästhetische, nachhaltige und langlebige Verpackung, Ihren Logistik-Mitarbeitern und -partnern ist es hingegen wichtig, dass das Produkt vor allem bei Transport und Lagerung gut geschützt ist. Deshalb sollte bei der Konzeption der Verpackung auch überlegt werden, welche Um- und Transportverpackungen für das Produkt geeignet sind.

Auch an Ihre Shareholder sollten Sie bei der Wahl der Produktverpackung denken. Diesen ist es natürlich wichtig, dass auch der Kostenfaktor berücksichtigt wird, damit die Marge nicht geschmälert wird, sondern der Profit durch ein neues Verpackungskonzept im Idealfall sogar gesteigert werden kann. 

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen ebenfalls unbedingt in die Verpackungsentscheidung mit einfließen. Verpackungsvorgaben und -regulierungen sollten penibel eingehalten werden, um etwaige Strafzahlungen und Abmahnungen zu vermeiden. Der Gesetzgeber regelt genau, welche Lagerungs-, Haltbarkeits- und Verzehrhinweise auf der Verpackung angebracht werden müssen. Außerdem ist festgelegt, welche Inhaltsstoffe ausgewiesen werden müssen und welche Allergieinformationen zu erwähnen sind.

Ebenso ist es gerade bei umweltfreundlichen Verpackungen für Lebensmittel wichtig, dass das Material abbau- bzw. recycelbar ist. Die deutschen Bio-Verbände fordern von einer als umweltfreundlich deklarierten Verpackung, dass…

  • …sie umweltschonend hergestellt, verwendet und entsorgt werden kann
  • …so wenig Verpackungsmaterial wie möglich verwendet wird, um Abfälle zu reduzieren
  • …das Recyceln des Verpackungsmaterials möglich ist
  • …bei der Herstellung keine chlor-, metall- oder aluminiumhaltigen Packmittel verwendet werden 

Top 5 Materialien für nachhaltige Lebensmittelverpackungen

Bei der Herstellung von nachhaltigen Lebensmittelverpackungen gibt es primär fünf Materialien, die sich eignen:

Holz

Verpackungen aus Holz sind sehr umweltfreundlich, da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist und sich leicht recyceln lässt. Außerdem sind Holzverpackungen sehr kosten- und energieeffizient. Für die Herstellung einer Kiste aus Kunststoff wird beispielsweise genauso viel Energie benötigt wie zur Herstellung von über 200 gleich großen Kisten aus Holz.

Ein weiterer Vorteil von Holz ist dessen Beschaffenheit. Beispielsweise können Verpackungen aus diesem Material Feuchtigkeit aufnehmen, speichern und auch wieder abgeben. Lebensmittel, die feucht gelagert werden müssen – wie beispielsweise Obst oder Gemüse – werden so ideal vor einem schnellen Verderb geschützt.

Außerdem ist Holz ein echtes Flexibilitätswunder. Holzverpackungen lassen sich in fast jeder Form und Größe produzieren, sind (je nach Holzart) sehr biegsam und trotzdem extrem stabil. Zu den am häufigsten eingesetzten Holzverpackungen gehören:

  • Holzspankörbe
  • Holzschliffschalen
  • Holzdosen

Papier, Pappe und Karton

Zu den beliebtesten nachhaltigen Verpackungsmaterialien im Lebensmittelsektor gehören definitiv Papier, Pappe und Karton. 

Ob für Pizzakartons, Tortenschachteln, Reis- und Nudelpackungen – Pappe ist ein richtiges Allround-Talent. Richtig beschichtet lässt sich das beliebte Material nahezu universell zur Verpackung von Lebensmitteln einsetzen. 

Da es sich um einen nachwachsenden und recycelbaren Rohstoff handelt, kommt es auch bei umweltbewussten Konsumenten gut an. Außerdem sind der Fantasie und Kreativität beim Design von papierbasierten Verpackungen fast keine Grenzen gesetzt. Vom schlichten “Öko”-Design bis zum schrillen Farbenfeuerwerk ist alles möglich.

Bekannte Beispiele für ästhetische und nachhaltige Verpackungen aus Pappe sind:

  • Pappwickeldosen
  • Pappbecher (für Kaffee, Tee etc.)
  • To-Go Boxen

Seismografics bietet viele unterschiedliche Verpackungskonzepte mit Papier und Pappe an, die beliebig individualisiert werden können. Eine unserer beliebtesten Verpackungslösungen stellt unser Pappwickeldosen-Konzept dar. Die Dosen werden mit einer speziellen biologisch abbaubaren Innenbeschichtung versehen, sodass Ihre Lebens- oder Nahrungsergänzungsmittel optimal geschützt werden, ohne den Faktor Nachhaltigkeit zu beeinträchtigen.

Kontaktieren Sie uns einfach unverbindlich über unser Kontaktformular! Gerne erarbeiten wir in engem Austausch mit Ihnen ein geeignetes Verpackungsdesign für Ihre Brand.

Graspapier

Graspapier erfreut sich neben Papier und Pappe zunehmender Beliebtheit. Hierbei handelt es sich um ein zellstoffbasiertes Verpackungsmaterial, welches neben Frischfasern aus Holz oder Altpapier zu mindestens 30% aus Grasfasern besteht. Der Grundgedanke ist recht simpel: ein Grashalm wächst schneller als ein Baum. 

Das Material lässt sich vielseitig einsetzen, unter anderem in der Lebensmittelindustrie. Die Gestaltungsmöglichkeiten einer Graspapierverpackung sind ähnlich vielfältig wie beim Einsatz von Papier und Pappe. Richtig konzeptioniert lassen sich von Obst und Gemüse über Cerealien und Gebäck bis hin zu Milch und anderen Flüssigkeiten nahezu alle Lebensmittel nachhaltig verpacken.

Der Vorteil von Graspapier ist, dass keinerlei chemische Stoffe in der Herstellung verwendet werden und bei der Rohstoffherstellung bis zu 75% weniger CO2-Emissionen anfallen. Außerdem ist Graspapier recyclingfähig und in jedem gewöhnlichen Biomüll kompostierbar. 

Auch der visuellen Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Graspapier lässt sich trotz seiner rauen Oberfläche gut bedrucken.

Theoretisch kann fast jede Kartonverpackung auch aus Graspapier hergestellt werden. Zu den Verpackungstypen, die bereits aus Graspapier hergestellt werden, gehören beispielsweise:

  • Graspapierbeutel
  • Pralinenschachteln
  • Müslikartons

Ein Nachteil ist jedoch, dass Graspapier im Vergleich zu normalem Papier etwas teurer ist. Wer diese einzigartige Verpackung jedoch gut zu vermarkten weiß, profitiert langfristig von einem umweltbewussten Image. Außerdem können die Mehrkosten der Verpackungsproduktion üblicherweise auf den Endkunden abgewälzt werden, da ein großer Teil der Verbraucher schon jetzt bereit ist für umweltfreundliche Produkte tiefer in die Tasche zu greifen.

Glas

Glas gehört nicht wirklich zur “Verpackungsrevolution”, sondern zählt eher zu den Verpackungsklassikern und wird bereits seit Jahrzehnten in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Glas eignet sich vor allem für flüssige Lebensmittel und Getränke, wie etwa Ketchup oder Softdrinks.

Einige Beispiele für weit verbreitete Verpackungen aus Glas sind:

  • Milchflaschen
  • Marmeladengläser
  • Glaskonservengläser (z.B. für Oliven oder Gewürzgurken)

Da Glas jedoch sehr schwer ist und die Verbraucher nicht wirklich Lust darauf haben, ständig Altglas zu entsorgen, stellt Glas keine ideale Lösung für nachhaltige Verpackung von Lebensmitteln dar.

Kunststoff: PLA & CPLA – rPET 

Das fünfte und letzte nachhaltige Verpackungsmaterial ist – Sie lesen richtig – Kunststoff. Natürlich geht es hier nicht um herkömmlichen Kunststoff, sondern um Kunststoff, der umweltschonend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird oder aus wiederverwertetem Recyclingmaterial besteht.

Sowohl PLA als auch CPLA stellen eine gute Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen dar. In der Herstellung wird Polymilchsäure aus Pflanzen, insbesondere Mais, gewonnen, zu Granulat weiterverarbeitet und letztlich zu Kunststoff produziert. Der CPLA Kunststoff wird außerdem mit Talkpulver versetzt, um das Material hitzebeständig zu machen. Bei der Herstellung PLA bzw. CPLA Verpackungen entsteht viel weniger CO2 als bei der Produktion von herkömmlichem Kunststoff. Außerdem werden endliche Ressourcen geschont, da die verwendeten Rohstoffe nachwachsen. Auch und die Entsorgung von (C)PLA  Produkten ist umweltschonend. Das Material zerfällt lediglich in die Menge Wasser und CO2, die in der ursprünglichen, zur Produktion verwendeten Pflanze gespeichert war. 

rPET Kunststoff ist ebenfalls nachhaltiger als herkömmliches Plastik, wird jedoch nicht neu produziert, sondern aus wiederverwerteten Materialien gefertigt. Hierbei wird viel weniger Energie benötigt, als bei der Herstellung von neuem Kunststoff. Der Vorteil ist, dass die rPET Verpackung nach ihrem Einsatz wieder recycelt werden kann, sodass der Wertstoffkreislauf erhalten werden kann. So werden nicht-erneuerbare Ressourcen, wie etwa Erdöl, geschont.

Folgende (C)PLA- und rPET-Verpackungen sind bereits im Umlauf:

  • Getränkeflaschen
  • Feinkostbecher
  • Einweggeschirr 

Der große Nachteil von Verpackungen aus nachhaltigem Kunststoff ist, dass für Kunden nicht direkt ersichtlich ist, dass es sich um eine nachhaltige Verpackung handelt. Auf den ersten Blick erkennen Verbrauchen den Unterschied zwischen “gutem” und “schlechten” Plastik nicht. Die vermeintlich umweltfeindliche Verpackung kann sie im Zweifel vom Kauf ihres Produkts abhalten.

Seismografics – Ihr starker Partner für nachhaltige Verpackungskonzepte

Da es so viele Aspekte und unterschiedliche Interessengruppen zu berücksichtigen gibt, ist es gerade im Bereich der Lebensmittelindustrie enorm wichtig, ein erfahrenes und professionelles Verpackungsunternehmen an Ihrer Seite zu haben. Wenn Sie direkt zu Beginn auf das Wissen eines routinierten Herstellers vertrauen, sparen Sie sich teures Lehrgeld, denn ein gutes Verpackungskonzept geht weit über die Wahl von Material, Form und Design hinaus.

Bei Seismografics sind wir überzeugt davon, dass eine Verpackung nur dann funktionieren kann, wenn alle Verpackungsebenen perfekt aufeinander abgestimmt sind – und genau nach diesem Prinzip arbeiten wir. In enger Zusammenarbeit konzipieren wir mit Ihnen eine Lebensmittelverpackung, die nachhaltig ist, Ihr Produkt schützt und Ihre Kunden begeistert. 

Wir stellen Ihnen keine lieblosen, abgekupferten 08/15- Entwürfe vor. Wir versetzen uns in Ihre Zielgruppe hinein, analysieren mit Ihnen Ihre Positionierung und erarbeiten anschließend ein individuelles Design, welches perfekt auf Ihre Marke und Produkte abgestimmt ist. Dabei setzen sich unsere Experten aus den Bereichen Marketing, Design, Recht und Logistik zusammen und lassen Ihre jeweils besten Ideen in Ihr Verpackungsprojekt einfließen. Diese enge abteilungsübergreifende Teamarbeit hat sich bei den tausenden Aufträgen, die wir in der Vergangenheit bereits erfolgreich abgewickelt haben, bestens bewährt.

Wir verstehen uns nicht als gewöhnlichen Verpackungshersteller, sondern als Full-Service-Verpackungsdienstleister, der Ihnen bei jedem Schritt Ihres Produkt(re)launches zur Seite steht – von der Beratung und Planung über die Abfüllung Ihrer Ware bis hin zu dem Moment, in dem Ihr Kunde Ihr Produkt schließlich in den Händen hält.

Fazit

Glücklicherweise gibt es heutzutage bereits viele nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Verpackungen. Bei der großen Auswahl an nachhaltigen Lebensmittelverpackungen kann es für Unternehmen jedoch schwierig sein, die richtige Entscheidung für die eigenen Produkte zu treffen. Nicht jede Verpackung ist für jedes Lebens- bzw. Nahrungsergänzungsmittel geeignet und eine mangelhafte Konzeption Ihrer Produktverpackung kann Sie teuer zu stehen kommen.

Ein erfahrener Partner wie Seismografics kann Ihnen helfen, erfolgreich durch den “Verpackungsdschungel” zu navigieren und die perfekte nachhaltige Verpackung für Ihre Lebensmittel zu konzeptionieren. 

Kontaktieren Sie uns einfach über unser Kontaktformular für eine unverbindliche und kostenlose individuelle Erstberatung. Wir freuen uns auf Sie!

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